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News-Meldung vom 04.10.2008HerbstbildnisseDer Herbst ist da und die Natur strotzt wieder mit faszinierenden Farben und Lichtspielereien. Grund genug, an dieser Stelle paar Tipps für das Gelingen von Land-schaftsfotos zu gebenFür viele Menschen ist der Herbst die liebste Jahreszeit. Es scheint so, als ob etwas Ruhe einkehrt, die Landschaften beginnen zu leuchten und die Tage werden wieder kürzer. Besonders die Farbenvielfalt des Herbstes und die nicht mehr so steil über den Himmel ziehende Sonne hat für die Fotografie ihre besonderen Reize. Fotomotive gibt es im Herbst wie Sand am Meer. Manchmal ist es aber so, dass man sich erst einmal sozusagen „einschießen“ muss. Soll heißen, man muss in Bildern denken, über Perspektiven grübeln und auch mal experimentieren. Die einfachste Möglichkeit, sich fotografisch aufzuwärmen ist, einfach die Perspektive beim Bildermachen zu wechseln. Mal in die Hocke gehen oder auf eine Bank steigen. Ein Blatt in den Vordergrund ziehen oder mit ungewöhnlichen Brennweiten arbeiten.
Verwacklungssicher sind in der Regel Verschlusszeiten, die dem Kehrwert der Objektivbrennweite entsprechen. Ein Beispiel: Mit einem 50 mm (Normal-)Objektiv sind Aufnahmen aus der Hand unter normalen Umständen bis zu einer 1/60 Sekunde möglich. Mit längeren Verschlusszeiten (1/30 s, 1/15 s) steigt die Verwacklungsgefahr entsprechend. Bei modernen digitalen Spiegelreflexkameras gilt es zudem den Brennweitenverlängerungsfaktor (ca. 1,5 x) zu beachten. Abhilfe schaffen kann der Einsatz von Stativen. Einbeinstative sind leicht, kompakt und lassen sich gut transportieren. Bis zu drei Verschlusszeitenwerte können damit erreicht werden. Um bei unserem Beispiel zu bleiben, sind so Zeiten bis zu einer 1/8 s realisierbar. Wichtig ist, die Kamera beim Auslösen gut festzuhalten. Dreibeinstative sind natürlich wuchtiger, schwerer und aufwändiger zu handhaben. Allerdings ermöglichen diese deutlich längere Verschlusszeiten, bis zu einigen Minuten sogar bei Nachtaufnahmen. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass auch hierbei verwacklungsfreie Bilder nicht garantiert werden können. Ursache ist die Erschütterung beim Hochklappen des Spiegels. Diese kann so intensiv ausfallen, dass ohne Tricks und Maßnahmen trotz des stabilsten Stativs nur unscharfe Fotos entstehen. Eine Möglichkeit ist, die Kamera beim Auslösen mit dem Selbstauslöser fest in der Hand zu halten und die Verschlusszeiten so kurz wie möglich zu wählen, was Einbußen bei der Schärfentiefe aber auch in der Qualität des Auflösungsvermögen des Objektives mit sich zieht. Die optimale Abbildungsleistung eines Objektives liegt stets bei einer mittleren Blendenwahl (ca. f 8) Moderne Kameras und Objektive bieten teilweise technischen Verwacklungsschutz. Sei es, dass der Spiegel der Kamera vorausgelöst werden kann oder dass Objektive über zuschaltbare Stabilisatoren verfügen. Technik ist dazu da, dass man diese nutzt. Aber auch diese Hilfen können nur in einem gewissen Rahmen wirken. Das Ziel, bestmögliche Bildqualitäten zu erreichen, schließt schon das Ausreizen der möglichen ISO-Einstellungen aus. Je höher die Empfindlichkeit ausfällt, desto größer fallen Körnung und Bildrauschen aus, die die Bildqualität natürlich reduzieren. Bilder die mit 100 oder 200 ISO in größtmöglicher Auflösung aufgenommen werden, haben einfach eine höhere Güte und bieten mehr Reserven bei der Nachbearbeitung am Computer. Wer das Optimum erreichen will, speichert seine Aufnahmen im RAWFormat, sprich unkomprimiert ab. Dieses Bildformat kostet zwar viel Platz auf der Speicherkarte, sorgt aber für beste Qualität. Digitale Spiegelreflexkameras bieten eine Menge Einstellmöglichkeiten, so auch die der Farbtemperatur (siehe hierzu auch freizeitguide aktiv Februar 2008). Es lohnt sich zu experimentieren. Die hierbei entstehenden Farbvarianten können allerdings auch am Computer mit entsprechenden Bildbearbeitungsprogrammen nachträglich erfolgen. Bleibt nur zu beachten, dass eine neutrale Farbwiedergabe bzw. Farbechtheit eines der größten Probleme der digitalen Fotografie ist. Ein Foto auf drei verschiedenen Bildschirmen ergibt in der Regel drei farblich verschiedene Wiedergaben.
Mit einem zugegeben etwas aufwändigen Trick kann aber auch das Problem gelöst werden. Das Zauberwort heißt: zwei Belichtungen. Natürlich mit Stativ ohne Veränderung der Position bzw. der Objektivbrennweite. Einmal wird eine Aufnahme mit korrekter Lichterzeichnung und einmal mit ausreichender Schattenwiedergabe gemacht. Am Computer werden dann die beiden Aufnahmen zu einem Bild zusammen gefügt. Etwas Erfahrung mit Bildbearbeitungsprogrammen ist allerdings hierzu erforderlich. Abschließend noch einige Worte zur Archivierung. Digitale Fotos sollten am Besten auf Festplatten gespeichert bzw.archiviert werden. Die Archivfestigkeit von CD und DVD wird mit fünf bis acht Jahren angegeben, was für Fotos nun kein akzeptabler Zeitraum ist. Einzig das Speichern auf Festplatten kann als zuverlässige Datenablage derzeit empfohlen werden. Und da externe Festplatten mit üppigen Speicherkapazitäten immer günstiger angeboten werden, sind diese eine echte Option.
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